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Der Bereich des Windenergierechts hat unterschiedliche – im Einzelnen überaus vielschichtige – Dimensionen. Aus rechtswissenschaftlicher Sicht besteht die zentrale Aufgabe darin, zur Klärung der zahlreichen damit verbundenen rechtlichen Fragen beizutragen.

Bezeichnet man die Summe der rechtlichen Erörterungen mit dem Begriff des „Windenergierechts“, so ergibt sich die Konturierung ganz überwiegend nicht aus einer wie auch immer gearteten rechtsdogmatischen Durchdringung – eine solche ist vielfach allenfalls in Teilbereichen erkennbar –; sie ergibt sich vielmehr daraus, dass der Gegenstand zwar außerordentlich facettenreich immer neue Ausprägungen hervorbringt, als solcher aber doch über hinreichend klar abgrenzbare Ränder verfügt, sodass es angängig erscheint, die darauf bezogenen rechtlichen Problemstellungen begrifflich zu fixieren. Anders ausgedrückt: Durch das Sachproblem werden Zuschnitt und Intensität des rechtswissenschaftlichen Forschungsprogramms gesteuert.

Was für den Gesamtzuschnitt gilt, gilt zugleich für die einzelne Fragestellung: Zumindest vom Ansatz her handelt es sich in der Regel nicht um genuin juristische Probleme. Die rechtliche Klärung steht selten am Anfang. Vielmehr lassen und müssen sich – naturgemäß bisweilen durchaus erheblich divergierende – Verbindungen zu anderen Wissenschaften aufbauen, um dergestalt nicht nur das konkrete Sachproblem zu lösen, sondern darüber hinaus die gewonnenen Lösungsansätze in einen größeren Zusammenhang zu stellen und übergreifende Einsichten zu gewinnen.

Exemplarisch sei auf den Aspekt natur- und artenschutzrechtlicher Belange und deren Einwirkungen auf etwaige Genehmigungsverfahren von Windkraftprojekten verwiesen. Um eine juristische Bewertung potentieller Wechselwirkungen vornehmen zu können, bedarf es der Rezeption naturwissenschaftlicher Erkenntnisse. Ähnlich verhält es sich im Bereich des Luftverkehrsrechts und der möglichen Störung von Radaranlagen durch Windräder.

IM EINZELNEN BEFASST SICH DIE KOORDINIERUNGSSTELLE DERZEIT UNTER ANDEREM MIT FOLGENDEN THEMENKOMPLEXEN: